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Altersarmut

Rentner sind zunehmend von Altersarmut bedroht

Es wird in Zukunft immer schwieriger werden, eine ausreichende Rente zu bekommen. Aktuelle Zahlen der ARD zeigen, dass die Menschen in rund 230 Berufen trotz langer Lebensarbeitszeit von Armut im Alter bedroht sind. Welche das sind, erfahren Sie hier:

230 Berufsgruppen sind hierzulande von Altersarmut bedroht, wie eine Auswertung der ARD zeigt. Und das trotz einer langen Lebensarbeitszeit. Betroffen sind Jobs einer weiten Spannbreite – vom Paketzusteller bis hin zum Zahnarzthelfer. Das dort gezahlte mittlere Einkommen von unter 2.387 Euro würde nach 45 Jahren eine gesetzliche Rente von nicht mal 950 Euro ergeben.

Bei 50 dieser Berufe, bei denen die Menschen unter 1.854 Euro verdienen, könnten die Betroffenen in Rentnertagen sogar unter das Grundsicherungsniveau rutschen – darunter Waschpersonal, Kosmetiker und Friseure.

Liegt das gesamte Einkommen aus gesetzlicher, Betriebs- und privater Rente sowie aus weiteren Einkünften, unter 823 Euro, besteht möglicherweise ein Anspruch auf Grundsicherung.

Altersarmut wird also auch in Deutschland zu einem immer größeren Problem. 2016 gab es hierzulande fast doppelt so viele armutsgefährdete Rentner im Alter von 75 Jahren und älter als noch 2010. Das zeigen Zahlen des EU-Statistikamts (Eurostat) für Deutschland, welche die Linken-Politikerin Sabine Zimmermann angefordert hatte.

In den letzten sieben Jahren wuchs die Zahl der Betroffenen danach von 593.000 auf 1,3 Millionen Personen. Das heißt: 16,2 Prozent dieser Altersgruppe hatten hierzulande kaum genug Geld, um über die Runden zu kommen. 2010 lag der Anteil noch bei 12,3 Prozent, wie die Saarbrücker Zeitung berichtet.

Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. In Deutschland lag diese Grenze im vergangenen Jahr bei einem Monatseinkommen von 1.064 Euro, wie Eurostat mitteilt. Damit liegen wir hierzulande genau im europäischen Durchschnitt.

 

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